Tagesgeld Konto richtig vergleichen

Das richtige Tagesgeldkonto

Tankgutscheine oder Startguthaben lassen meist schon auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um ein Lockvogelangebot handelt. Welches Tagesgeldkonto der Banken wirklich das richtige ist, läßt sich relativ leicht daran ableiten, welche eigenen, persönlichen Voraussetzungen mitgebracht werden.

Zunächst ist jedoch eine wichtige Unterscheidung zu treffen. Ist der Anleger ein Zinsjäger und hat kein Problem damit mehrmals jährlich die Tagesgeldbank zu wechseln, oder ist er auf der Suche nach einer Bank, mit der er eine längere Partnerschaft plant? Im ersten Fall zählt eigentlich nur die Höhe der Zinsen für Neukunden und vielleicht auch noch der Zeitpunkt der Zinsgutschrift.

Ist der Anleger an einer längeren Partnerschaft interessiert, spielt auch die Zinsstabilität eine sehr wichtige Rolle. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die jeweilige Bank auch noch andere günstige Finanzprodukte - wie bspw. Kreditkarten, ein Festgeldkonto oder Girokonto oder Kredite, Depots oder dergleichen im Portfolio hat.

Beschränken wir uns allein auf das Tagesgeldkonto-Angebot eines Anlegers mit längerfristigen Interessen an der Bank, lassen sich die wichtigsten Faktoren bei der Tagesgeld-Auswahl an einer Hand abzählen:

  • Höhe der Basisverzinsung
  • Begrenzung der Anlagebeträge
  • Zeitpunkt der Zinsgutschrift
  • Kontoführungsgebühren & Kontozugriff
  • Sicherheit der Einlagen auf den Tagesgeldkonten

Die Basisverzinsung ist derjenige Zinssatz, der unabhängig von den beworbenen Zinsen oder Neukundenzinsen zum Tragen kommt. Oftmals liegt dieser deutlich unter dem Werbezins. Wird auch die Anlagehöhe nach oben hin begrenzt, ist gerade die Basisverzinsung ein wichtiges Entscheidungsmerkmal. Was nützten 5% Tagesgeldkonten, wenn der Zinssatz nur für eine begrentze Zeit gilt und danach wieder unter den Durchschnitt fällt?

Gleichzeitig ist der Zeitpunkt der Zinsgutschrift zu betrachten. In der Regel bieten Tagesgeldbanken jährliche, quartalsweise oder monatliche Zinsgutschriften. Hierbei gilt folgende Regel: Je häufiger eine Gutschrift der Zinsen erfolgt, desto besser für den Anleger, denn der Zinseszinseffekt kommt so deutlicher zum Tragen. Monatliche Gutschrift ist also optimal. Lesen Sie hierüber auch mehr zum Thema unter "Tagesgeldzinsen und Zinsgutschrift".

Reine Tagesgeldkonten sollten eigentlich immer ohne Bedingungen kostenlos sein. Ausnahmen gibt es jedoch auch. Unter DKB.de oder auch Netbank.de finden Interessierte sogenannte Kombinationskonten. Diese bestehen aus einem Girokonto und einem Tagesgeldkonto. Hier ist dann natürlich die jeweilige Leistung zu betrachten und entsprechend abzuwägen.

Die Portale der Banken sind meist ordentlich gegen Missbrach geschützt. Alle Banken verschlüsseln die Kundendaten bei der Übertragung per SSL. Beim Banking werden dann verschieden Möglichkeiten zur Identifikation angeboten: z.b. TAN, eTAN, iTAN, HBCI oder mTAN. Die Sicherheit der Einlagen ist eine Andere Geschichte. Die meisten deutschen Banken sind Mitglied im ESF. Hier besteht entsprechender Schutz bei Insolvenz. Ausländische Banken hingegen unterliegen oftmals einem anderen Sicherungssystem. Hier ist gerade bei größeren Beträgen ein Blick in die AGBs unabdingbar.