Tagesgeldzinsen - worauf es noch ankommt

Zinsen für Tagesgeld

Die Tagesgeldzinsen spielen bei der Auswahl des Tagesgeldkontos eine entscheidende Rolle. Je höher der Zinssatz, desto interessanter erscheint das Konto.

Dass der beworbene Zins jedoch in den meisten Fällen nur für eine bestimmte Zeit gilt, auf einen Anlagebetrag begrenzt ist oder eben nur ab einer bestimmten Anlagesumme gezahlt wird verschweigen die Tagesgeldbanken in ihrer Werbung. Hier muss sich jeder Anleger vorab selbst informieren und auch das Kleingedruckte genauer unter die Lupe nehmen.

Die Tagesgeldzinsen werden prinzipiell bei allen Tagesgeldbanken auf die gleiche Weise berechnet. Ausschlaggebend ist hierfür neben der Anlagehöhe in erster Linie der Zeitpunkt der Zinsgutschrift. Bei den meisten Banken, wie beispielsweise bei der ING-DiBa, Netbank oder Credit Europe erfolgt die Gutschrift der Tagesgeldzinsen jährlich. Am Ende eines jeden Jahres erhält der Tagesgeldkunde die Zinsen auf seinem Konto gutgestellt. Andere Banken wiederum gewähren ihren Kunden eine halbjährliche, vierteljährliche (1822direkt, Comdirekt Bank, Wüstenrotbank) oder auch monatliche Gutschrift der Tagesgeldzinsen.

monatliche Zinsgutschrift günstiger

Für den Anleger ist selbstverständlich die monatliche Zinsgutschrift die günstigste Variante, denn auf diese Weise kommt der sogenannte Zinseszinseffekt am deutlichsten zum Tragen. Dieser Effekt sorgt dafür, dass die Zinsen bei angenommener monatlicher Gutschrift direkt den Anlagebetrag erhöhen und die Tagesgeldzinsen zum nächsten Zeitpunkt - in diesem Fall im nächsten Monat - direkt in die Zinsberechnung mit einfließen und so wiederum die Gutschrift prozentual erhöhen. Zu den monatlich gutschreibenden Banken gehören unter anderem die Volkswagen Bank, aber auch Mercedes Bank, oder die Deutsche Kreditbank DKB).

Für die Entscheidung zu einem Tagesgeldkonto muss also neben der Höhe der Tagesgeldzinsen auch der Zeitpunkt der Zinsgutschrift beachtet werden. Oftmals ist ein geringer verzinstes Tagesgeldkonto mit monatlicher Zinsgutschrift günstiger als eines mit höherem Tagesgeldzins und einer jährlichen Gutschrift der Zinsen. Hier muss jeder selbst abwägen. Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass sich das Tagesgeldkonto mit monatlicher Zinsgutschrift besonders rechnet, je höher die Tagesgeldanlage ist.

Natürlich nützt der günstigste Gutschriftzeitpunkt nichts, wenn die Tagesgeldzinsen sehr gering sind. Einige Banken haben aber durchaus interessante Tagesgeld-Angebote. Derzeit werden, gerade bei Direktbanken hohe Zinsen vergeben und gleichzeitig mindestens eine vierteljährliche Zinsgutschrift gewährt. Besonders tritt hier die 1822 direkt Bank – eine Tochter der Frankfurter Sparkasse hervor. Das aktuelle Tagesgeldangebot ist jeden Monat in den Top 3 platziert. Hier lohnt sich, für alle die ihr Geld auch einer Direktbank anvertrauen würden, ein genauerer Blick.